Mandarinente

 

Flügel: ♂ 226-242, Ø 235, ♀215-235, Ø226 mm                                 

Gewicht: ♂ 571-696, Ø 628; ♀ 428-606, Ø512 g

Gelege: 9-12 rahmbraune Eier, 46-55 x 34-41, 51,2 x 37,4 mm

Brutdauer: 30-31 Tage

Schlupfgewicht: 22.32,5, Ø26,3 g

Geschlechtsreife: ab 9. bis 10. Monat

Ad. Brutkleid: ♂ohne Farbvariabilitäten, doch mit unterschiedlich stark ausgebildeten Kopfschmuck- und Segelfedern. ♀ gegenüber dem der Brautente kleiner, im Schwanzteil kürzer und insgesamt heller, Kopf grau, nicht grünlich; Schnabel grau, seltener rotbraun oder orange. In den 80er Jahren entstand eine Weiße Zuchtform.

Ad. Ruhekleid: ♂ gegenüber ♀ Brust und Flanken klarer gelbbraun gezeichnet, Rücken etwas dunkler, Schnabel matt karminrot. ♀nur unwesentlich verändert.

Dunenkleid: Kopfplatte und Körperoberseite olivbraun; Gesicht mit dunklem kräftigem Augen und angedeutetem Backenstreif, Brust  und spärliche Fleckung im Flügelbereich rahmgelb, Bauch strohgelb; auffälliger gelbbraun und im Schwanzteil kürzer als Brautenten-Kücken.

Jugendkleid: Beide Geschlechter ♀- farben. Juv. ♂ Brust rotbraun geschuppt, Schnabel rötlich, Füße gelblich grau; ♀ Brustfedern graubraun, senkrecht gestrichelt,

Schnabel dunkel graugrün, seltener dunkel rotbraun, Füße grau.

Mauser und Umfärbung: ♂ beginnen ab Mitte Mai am Kopf und Hals mit der Umfärbung in das Ruhekleid, gegen Ende der Kleingefiedermauser folgen der gestufte Wechsel der Steuerfedern und im Juli der Schwingenabwurf; Flugunfähigkeit ca. 1 Monat. Das ♀ mausert in Abhängigkeit vom Brutende, meist 1 Monat nach dem Erpel. Der erneute Kleingefiederwechsel in das Prachtkleid erfolgt beim ♂ zwischen Ende Aug.- und Sep./Okt., beim ♀ etwas später.

 Lebensweise: Mandarinenten brüten am oligotrophen Seen und Teichen sowie entlang der Mittel- und Unterläufe zahlreicher Flüsse in der Laubwaldtaiga. Bevorzugte Brutbiotope bilden bewaldete Inseln  und ruhige Flussabschnitte, wo der Hochwald bis an die Ufer tritt.

Sumpfniederungen  und Küstenregion werden gemieden. Mit dem Eisfreiwerden der Gewässer kehren die Mandarinenten ab Ende März, meist im April zu den Brutplätzen zurück.

Aus den anfänglichen Gruppen lösen sich gegen Ende April die einzelnen Paare und verteilen sich entlang der Flüsse und den langsam freiwerdenden Seen. Als Nistplätze dienen hohle Bäume bis in 20 m Höhe, seltener Felsspalten und nur in Ausnahmen Höhlen am Boden.

Gelege wurden zwischen 27. April und 22. Juni gefunden. Bereits während der Brut verlassen die Erpel das Revier und bilden kleine Mausergruppen, die sich nach dem Schwingenwechsel Mitte Aug. den ♀ und Jungen wieder anschließen. Die Kücken haben in den ersten Lebenstagen scharfe Zehennägel, mit deren Hilfe sie das Flugloch erklettern und dann, vom ♀ gelockt, herabspringen. Kückenführung allein durch die Ente.

 Nahrung: Im Frühjahr und Sommer neben Wasserpflanzen Mollusken ( auch Landformen ), Wasserinsekten, Würmer und kleine Fische. Im Herbst zusätzlich Eicheln und Samen. Der Anteil an tierischer Nahrung ist ganzjährig relativ hoch.

Haltung und Zucht: Die Mandarinente ist die populärste Zierente überhaupt. Durch Farbenpracht, Unkompliziertheit in Haltung und Fütterung sowie leichter Züchtbarkeit fand die Art eine Große Verbreitung in Zoos, auf Parkgewässern und in Privatanlagen. Für die Haltung in Kleingehegen eignet sie sich gut, doch bedrängen sich mehrere Erpel untereinander oder die Erpel die eigene Ente während der Hochbalz im Frühjahr u. U. lebensgefährdend. Flugfähig in Volieren gehaltene Paare erhalten den Nistkasten erhöht angebracht. Eiablage ab Ende März, Vollgelege von juv. ♀ 6-8, vom ad. bis 15 Eier, Nachgelege sind die Regel. Mandarinenten erweisen sich bei Brut und Kückenbetreuung  als nervös und störanfällig und mit der Altente aufgewachsene Tiere als sehr Scheu. Auch ohne Muttertier sind die Kücken anfangs scheu und versuchen, die Box durch springen zu verlassen. Dabei besteht die Gefahr, dass keine Nahrung aufgenommen wird. Nach wenigen Tagen legt sich der Drang, und die Kücken wachsen problemlos heran. Ihre Befiederung beginnt am 14.-15. Tag mit der Entfaltung der Schwanzfedern, gefolgt am 16.-18. Tag an Flanken und Schultern. Mit 27 Tagen ist die Unterseite und nach weiteren 8 Tagen sind Kopf, Rücken und Flügel befiedert. Mit etwa 6 Wochen ist das Federkleid voll geschlossen. Nach wie vor gibt es keine Hybriden der Mandarinente mit irgendeinem anderen Entenvogel. Als Mutationen sind eine rein weiße und eine annähernd weiße Form ( mit farbigem Schnabel und Auge sowie angedeuteten Farbkonturen ) bekannt, die nach Dessein (1987) geschlechtgebunden rezessiv vererben sollen