Amazonasente

 
Amazonetta brasilienis
Zwei Unterarten: Kleine Amazonasente, A.b.brasilienis (Gmelin), als helle und dunkle Farbphase und die Große Amazonasente A.b.ipecutiri (Vieillot), die fast nur als dunkle Phase bekannt ist. Unter den Gehegetieren ist die helle Form der Kleinen Amazonasente allgemein verbreitet, die Große Amazonasente wird nur gelegentlich gehalten.
Kleine Amazonasente                                          
Flügel: ♂170-192, ♀168-185mm
Gewicht: ♂380-480, ♀350-390g
Gelege: 8-12 lehmgelbe Eier, 46,3-50×32,6-35,5; Ø 47,8×34,2mm
Brutdauer: 25-26 Tage
Schlupfgewicht: 19-22,5, Ø 21,1g
Geschlechtsreife: knapp einjährig, brutaktiv meist ab 2. Jahr
Ad. Jahreskleid: Eindeutig geschlechtsdimorph. A.b. ipecutiri läßt sich auf Grund des beträchtlichen Größenunterschiedes, der dunklen Gesamtfärbung des Kleingefieders und des dunkel kaminroten statt leuchtendroten Schnabels von der Nominatform unterscheiden.
Dunenkleid: Kopfplatte, hinterer Halssaum, Rückenpartien sowie Augenstreif und Ohrfleck schwarzbraun, oliv übertönt. Gesicht goldgelb; Unterseite, hintere Flügelränder sowie je ein Fleckchen auf seitlichem Mittelrücken und den Bürzelseiten blas strohgelb. Schnabel hornbraun, Iris dunkelbraun, Füße blas orangenrot.
Jugendkleid: Heller und farbflacher als Alterskleid, farbflacher auch die dunkle Brust- und Flankenfleckung. Gesicht und Kehle beim ♀ als beim gleich alten Erpel; Schnabel beim ♂ dunkelrot, beim ♀ dunkelgrau.
Mauser und Umfärbung: Vollmauser nach beendeter Brut. In eigener Anlage brütete 1 ♀ bis 14. Juli, am 31. Juli warf sie (der angepaarte Erpel wenige Tage später) die Schwingen ab, um den 6. Aug. setzte intensive Kleingefiedermauser ein, und am 11.Aug. waren die neuen Schwingen bereits 3-4 cm entfaltet. Nochmalige Teilmauser des Kleingefieders gegen Ende des Winters. Die juv. Beginnen direkt nach beendeter Befiederung im Alter von 6-7 Wochen mit der Jugendmauser und tragen ab 11.-12 Woche das Alterskleid. Schnabelumfärbung wird um den 28. Tag sichtbar. Der anfangs hornbraune Oberschnabel wird beim Erpel rot, beim ♀ dunkelgrau.
Lebensweise: Amazonasenten leben paarweise oder in kleinen Gruppen am Rande von Seen, auf Kleingewässern und in Sumpfniederungen der Regenwälder und Savannen. Zu großen Schwarmbildungen kommt es offenbar nicht. Amazonasenten brüten zu sehr unterschiedlichen Jahreszeiten, ihre Gelege fand man in allen Monaten des Jahres. Die Nester werden nahe dem Wasser in der Bodenvegetation, seltener in Baumhöhlen oder in Baumnestern anderer Vögel errichtet. Das ♀ brütet allein, die Erpel beteiligen sich locker an der Jugendführung. Die Familienverbände bleiben relativ lange beisammen. Außerhalb der Brutzeit erfolgen kurze Wanderungen, auch in die offene Agrarlandschaft (Reisfeldanlagen).
Nahrung: Wird nach Schwimmenten-Art seihend und gründelnd im Flachwasser aufgenommen und besteht vorwiegend aus Pflanzenteilen. Gehegetiere nehmen jedoch sehr gern Mehl-. Oder Regenwürmer und Garnelen, was auf einen animalischen Bedarf schließen lässt.
Haltung und Zucht: Amazonasenten wurden erstmals 1850 nach Europa gebracht. Amazonasenten eignen sich besonders für Kleingehege, Volieren und für gemischte Kollektionen kleinerer Arten. Unkupierte Tiere fliegen nur selten, baumen nicht auf und nutzen auch keine erhöht angebrachten Nisthöhlen. Bei Kältegraden ist ein annähernd frostfreier Raum zu bieten. Ihre Zucht bereitet kaum Probleme. Gelegt wird in Hütten ab Anfang Mai, oft erst im Juni, mehrere Nachgelege sind möglich. Die ♀ brüten fest und ruhig, Nestdunen dunkelbraun mit hellen Spitzen und Schäften, Konturfedern matt braun. Die Kückenaufzucht verläuft problemlos und verlustarm.
Befiederung: Ab 15. tag entfalten sich die ersten Steuer-, ab 18. Tag die Flanken-, am 20. die Schulterfedern, und am 22. Tag befiedert die Bauchseite. Ab 4. Woche wachsen die Schwingen, volle Befiederung mit 44 Tagen