Sichelpfeifgans

Mittelgroße Pfeifgans

Flügel: ♂222-242, Ø 232; ♀ 215-245, Ø 228mm

Gewicht: ♂600-930, Ø 788; ♀580-1400, Ø 792 g

Gelege: 10-12 cremefarbene Eier, 44-51 x 33-38, Ø 48 x36 mm

Brutdauer: 28-30 Tage

Schlupfgewicht: 17-28, Ø 22,5 g

Geschlechtsreife: wohl mit 1 Jahr, fortpflanzungsaktiv ab 2 Jahr

Ad. Jahreskleid: ♂ und ♀im wesentlichen gleich; mehrjährige ♂besonders kontrastreich gezeichnet, Sichelfedern überragen deutlich den Rücken, Iris leuchtend orange ( beim  ♀ gelblich ), meist größer als ♀.

Dunenkleid: Oberseits sepiabraun, sandfarben übertönt; Unterseite zimtbraun bis grau. Helles Nackenband breit und durchgehend, auf Rücken von den Flügelansätzen zu den Schwanzseiten je ein sandfarbener Längsstreif. Schnabel, Iris und Beine grau.

Jugendkleid: Weitgehend einfarbig lehmgrau, die rotbraune vordere Flankenzeichnung fehlt, Sichelfedern nicht verfängert und blas lehmgelb; Schnabel aufgehellt, aber ungefleckt.

Mauser und Umfärbung: Vollmauser der Altvögel nach Brutsaison, beginnend mit den Schwingen, danach schließt sich das Kleingefieder an. In einer winterlichen Teilmauser wird nochmals das Kleingefieder erneuert, sie setzt im Jan. an Brust, Schulter und kleinen Flankenfedern ein und klingt im Feb. Mit dem Wechsel der Sichelfedern aus. Umfärbung der juv. Beginnt im Alter von 10-11 Wochen mit dem Vermausern der rotbraunen Vorderflanken und wird in der zweiten Winterhälfte abgeschlossen. Zeitgleich erscheint die schwarze Schnabelfleckung.

Lebensweise: Sichelpfeifgänse sind  Bewohner des tropischen Graslandes entlang der Sumpfniederungen. Während der Trockenzeit kommt es zu Wanderungen und an den Restgewässern zu erheblichen Konzentrationen. Auf Sandbänken entlang der Ufer ruhen sie dann tagsüber zu Tausenden dicht bei dicht. Nahrungsaufnahme vorwiegend nachts auf angrenzenden Wiesen. Beginn der Brutsaison in Abhängigkeit von den Niederschlägen, hauptsächlich Feb./März. Mit dem Einsetzen der Regengüsse lösen sich die Verbände, die Paare verteilen sich über die höher liegenden  ( nicht überfluteten ) Wiesenflächen und errichten dort, relativ weit vom Wasser entfernt, ihre Nester. Keine Dunenauspolsterung, beide Partner brüten im Wechsel. Später werden die Kücken von beiden Eltern in der Seichtwasserzone aufgezogen, der Erpel entfaltet dabei die Hauptaktivität.

Nahrung: Rein pflanzlich, nach der Regenzeit zu über 90 % aus Gräsern bestehend. Von den Großschwärmen außerhalb der Brutzeit werden ergiebige Futterplätze allabendlich aufgesucht, erst gegen Morgen kehren die Gruppen wieder zu den Uferbänken zurück.

Haltung und Zucht: Zwar seit dem vorigen Jahrhundert importiert, gehört die Sichelpfeifgans als australische Art Jahrzehnte zu den Seltenheiten in Zoos und Privatanlagen. Ergiebige und kontinuierliche Zuchterfolge setzten bei der Sichelpfeifgans erst in den 80er Jahren ein ( in einer Anlage 1984 ), nachdem eine Reihe in den USA gezüchteter Tiere nach Westeuropa gebracht wurden. Die heutigen Gehegetiere sind robust und problemlos zu halten, sie zeigen sich weniger kälteempfindlich als Herbst- oder Witwenpfeifgänse. Ihre Zucht gelingt besser mit Einzelpaaren als in Gemeinschaft mehrerer Paare. Eiablage zwischen Mai und Aug. im Gras oder unter Büschen; Nachgelege sind die Regel. Jungtiere entwickeln sich wie folgt:

Mit 18 Tagen zeigen sich erste Schulter- und 2 Tage später die Flankenfedern. Danach befiedert die Unterseite, ab dem 25 bzw. 30 Tag entfalten sich die Arm- bzw. Handschwingen. Ab 6 Wochen hellen sich Schnabel und Iris auf, und mit 10 Wochen setzt die Umfärbung in das Alterskleid ein.